Es werden im Zusammenhang mit dem Transrapid die Begriffe Systemgeschwindigkeit, Auslegungsgeschwindigkeit und Betriebsgeschwindigkeit unterschieden. Die Systemgeschwindigkeit bezeichnet die nach der derzeitigen technischen Entwicklung mögliche Höchstgeschwindigkeit des Transrapids. Zurzeit beläuft sie sich auf 550 km/h. Je nach Art einer Strecke wird eine bestimmte Auslegungsgeschwindigkeit festgelegt. Sie würde für die Transrapidstrecke von München etwa 505 km/h betragen.

Die im regulären Fahrbetrieb zu erreichende Höchstgeschwindigkeit wird mit dem Begriff Betriebsgeschwindigkeit umschrieben. Entscheidend für die Betriebsgeschwindigkeit ist die Wirtschaftlichkeit der Strecke. Je nach dem Energieverbrauch und den Einflussfaktoren der Trasse ist diese anders zu berechnen. Das trifft auch auf das System der Räder und Schienen zu. Für Kurzstrecken z. B. ist der erforderliche Bremsweg von maßgeblicher Bedeutung. Die Transrapidstrecke von Shanghai erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 501,5 km/h. Die Geschwindigkeit im alltäglichen Fahrbetrieb beläuft sich auf 430 km/h, durch diese Geschwindigkeit wird die Kurzstrecke von Shanghai in nur 50 Sekunden zurückgelegt. Der aus dem ICE 3 der Deutschen Bahn hervorgegangene spanische Velaro E erreicht hingegen nur eine Geschwindigkeit von "lediglich" 350 km/h. In nur 60 Sekunden ist es dem Transrapid möglich, von 0 auf 200 km/h zu beschleunigen. Nach noch einmal 60 Sekunden erreicht er bereits eine Geschwindigkeit von 400 km/h.